CutContour richtig anlegen...

Schnitt, schnittig, CutContour: Wer mit seinen Druckerzeugnissen aus der breiten Masse herausstechen möchte, der kann mit flexiblen Formen pfiffige, extravagante Akzente setzen. Dieser Beitrag hält Tipps bereit, wie eine CutContour – bitte beachten Sie die Schreibweise – in den verschiedenen Grafikprogrammen richtig angelegt wird.

Durch freie Formen bekommen Druckerzeugnisse eine zusätzliche Dimension, die Raum für viel Kreativität bietet. Moderne Bodenaufkleber beispielsweise sind selbstklebende, robuste Folien, die auf den Fußböden von hochfrequentierten Einkaufszentren oder Bahnhöfen aufgeklebt werden. Sind solche Fußbodenaufkleber in individuellen Formen gestaltet, ist das Werbung, über die man garantiert stolpert. Nicht zu übersehen sind gestanzte Magnetfolien und Schilder in auffälligen Formen.

Ob Flyer, Aufkleber, Magnetfolien, Schilder oder Fußbodenaufkleber, die aus dem üblichen Raster fallen, alle Stanzformen sind möglich. Auch kleine Auflagen und niedrige Stückzahlen ohne große Produktionskosten drucken zu lassen, ist im Digitaldruck kein Problem mehr, da die Kosten für eine Stanzform wegfallen.

Mit einer CutContour können Sie Ihr gewünschtes Format, Form und Aussehen selbst exakt bestimmen. Egal, ob Bierkrug oder T-Shirt – mit der Schneidelinie sitzt die freie Form passgenau.

Damit beispielsweise Aufkleber, im Digitaldruck produziert, in der von Ihnen gewünschten Form ausgeschnitten werden, wird beim Druck eine Schneidelinie (diese wird als CutContour benannt) benötigt. Damit ist klar definiert, wie Ihre Aufkleber geschnitten werden sollen. Für den Konturschnitt ist in der PDF-Druckdatei eine vektorisierte Konturlinie nötig. Diese Schnittlinie muss im Grafikprogramm als separate Ebene mit dem Namen „CutContour“ angelegt werden. So ist es im Druckvorgang möglich, die Schneidekontur zu erkennen und entsprechend zu bearbeiten.

Die CutContour ist nach dem Druck auf dem Motiv natürlich nicht sichtbar. Das Schneideprogramm liest die Daten der CutContour nur als Pfad für den Plotter, nicht als Bestandteil des Layouts aus.

Wie das Anlegen der CutContour in den einzelnen Grafikprogrammen im Detail funktioniert, sehen Sie in der folgenden Beschreibung.

Anlegen der CutContour in Adobe Illustrator (CS)

In Adobe Illustrator gehen Sie auf das Fenster „Farbfelder“.

Hier wählen Sie im Kontextmenü die Option „Neues Farbfeld“.

Die Einstellungen des neuen Farbfeldes werden wie nachfolgend abgebildet vorgenommen:

  • Farbfeldname in CutContour benennen (hierbei auf die richtige Schreibweise achten).
  • Farbart auf „Volltonfarbe“ stellen.
  • Magenta auf „100%“ stellen.

Speichern Sie abschließend Ihre Datei mit CutContour als druckfähige PDF-Datei.

Anlegen der CutContour in CorelDRAW

In CorelDRAW wählen Sie im Menü „Extras“ den so genannten „Paletten-Editor“. Suchen Sie in der Menüauswahl „Angepasste Schmuckfarben“ aus und klicken Sie auf „Add Color/Farbe hinzufügen“.

Im Fenster „Select Color/Farbe auswählen“ klicken Sie auf den Tab „Models/Modelle“ und geben Ihre Farbwerte ein. Wählen Sie eine beliebige Farbe aus und fügen Sie sie der Palette hinzu.

Nun müssen Sie die Schmuckfarbe umbenennen. Dazu wählen Sie wieder im „Palette Editor“ die gewählte Farbe aus. Nennen Sie Ihre Sonderfarbe „CutContour“. Klicken Sie auf das Feld „OK“.

Wenn Sie nun über Fenster und Farbpalette und Farbpalettenübersicht in den Paletten des Anwenders die Palette „Angepasste Schmuckfarben“ und die Standard-CMYK-Palette aktivieren, können Sie die Sonderfarbe „CutContour“ ganz bequem in Ihre Standard-CMYK-Palette ziehen.

Speichern Sie abschließend Ihre Datei mit CutContour als druckfähige PDF-Datei.

Jetzt steht der freien Form nichts mehr im Wege

Gerne sind wir Ihnen bei Fragen zum Thema CutContour behilflich.

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